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Es ist so weit: Die DSGVO ist in Kraft. Gefürchtet von vielen Unternehmen und manchmal unzureichend (oder gar nicht) eingeplant (nur 40 % der französischen Unternehmen haben gesagt, dass sie bereit sind), wurde die Regulierung dieses Jahr am 25. Mai rechtskräftig. Diese neue Regelung, die das Ziel hat den Datenschutz für europäische Internetnutzer zu verstärken und zu standardisieren, hatte globale Auswirkungen. Warum? Weil fast alle Websites weltweit betroffen sind, wenn es um den Schutz personenbezogener Daten geht. Alle Firmen, die Daten von Individuen aus Europa sammeln oder verarbeiten, sind von dieser Regelung betroffen.  

 

Régis Sébille ist ein Data Analyst bei Bien’ici, einer Plattform für Immobilien-Inserate. Er hat für zahlreiche Unternehmen an Datenprojekten gearbeitet, darunter Redcats und Nexity und sich somit Fachwissen zu den unterschiedlichsten Facetten der Webanalyse angeeignet. Heute gibt er uns eine Bestandsaufnahme der ersten Auswirkungen, die wir seit dem Inkrafttreten der DSGVO gesehen haben und kommentiert sie.  

 

Der Vorteil der Jugend 

Für ein Immobilien-Portal wie Bien’ici, das darauf abzielt, Menschen, die auf der Suche nach Immobilien sind, mit Profis zusammenzubringen, ist die Datenerfassung ein umfangreicher und strategisch wichtiger Teil der Geschäftstätigkeit. Die Einhaltung der DSGVO sicherzustellen, war deshalb ein wichtiger Schritt für das Unternehmen. In Bezug auf die Messungen, die durchgeführt werden sollten und die Maßnahmen, die getroffen werden mussten, kannte das Unternehmen bereits im April 2016 die Grundlagen, also schon mehr als 2 Jahre vor dem Inkrafttreten der DSGVO. 

 

„Wir wussten deshalb ziemlich genau, was uns erwartete. Für unser Unternehmen, das bald sein 3-jähriges Bestehen feiert, hat die DSGVO keine grundlegenden Veränderungen gebracht, wie wir Daten verarbeiten. Während wir unsere Plattform durchdacht und erweitert haben, hatten wir die groben Umrisse der Regelung im Hinterkopf, vor allem als es darum ging unsere Datenbank zu strukturieren. Für viele Unternehmen, die gerade erst anfangen, muss die DSGV der Startpunkt für eine umfassendere Datenschutz-Strategie sein – der Schutz der Privatsphäre der Nutzer und der Schutz der wichtigen Unternehmensdaten. Es geht darum sich den Kern der Regulierung anzusehen um sich bei der Data Governance die richtigen Reflexe anzueignen.“, sagt Régis Sébille.  

 

Die ersten Maßnahmen ergreifen 

Als die DSGVO in Kraft trat, hatte sie direkte Konsequenzen auf die Website von Bien’ici und die Kommunikation mit den Nutzern. 

 

Wir haben sofort auf die Pflichten reagiert, die im Gesetzestext festgelegt wurden, indem wir:  

  • Weitere rechtliche Hinweise in unsere Cookie-Informationen aufgenommen haben  
  • Unsere Geschäftsbedingungen aktualisiert haben um Nutzer noch besser über Cookies von Drittanbietern zu informieren (besonders was Retargeting-Cookies angeht) 
  • Einhaltung der Bedingungen für Änderungen bei der Informationssammlung und Veränderungen bei Opt-in/out-Anfragen   

Schließlich haben wir in Übereinstimmung mit der Regelung daran gearbeitet die Bekanntheit der DSGVO bei unseren internen Teams zu steigern: Unsere Verwaltung und Personalabteilung aber auch diejenigen, die sich um CRM und E-Mailing-Aktivitäten kümmern. Sie sind in erster Linie diejenigen, die auf Opt-Out-Anfragen reagieren müssen, die jetzt gesetzlich geregelt sind. 

 

Das Vertrauen in die Service-Anbieter ist unverzichtbar 

„Die DSGVO hat auch unsere Wahl der Datenanbieter beeinflusst. Wir mussten insbesondere sicherstellen, dass die Daten in Europa gespeichert werden oder dass sie nach den Richtlinie von Privacy Shield zertifiziert sind.“ Deshalb hat sich unsere Beziehung zu unseren Partnern, Service Providern und Kunden weiterentwickelt. Zum Beispiel hat die Rechtsabteilung unserer Werbepartner ihnen geraten uns und unsere Serviceanbieter auf unsere DSGVO-Compliance hin zu überprüfen. Deshalb müssen wir belegen können, dass wir personenbezogene Daten auf eine Weise nutzen und verarbeiten, die DSGVO-kompatibel ist. Es ist deshalb gleichsam wichtig und beruhigend für unsere Service Provider, dass sie ein Dokument vorweisen können, das den Aufbau ihrer Datenverarbeitung zusammenfasst. AT Internet, unser Webanalyseanbieter, hat einen speziellen Vertrag zur Verfügung gestellt, der die Compliance bestätigt. Das ist beruhigend für uns. Er definiert präzise die Typen und Kategorien von gesammelten Daten und die Natur, den Zweck und die Dauer der Verarbeitung. Außerdem die Kontaktpunkte und Verantwortlichkeiten der beteiligten Parteien.“ 

 

Die DSGVO ist somit Realität geworden. Die Aufsichtsbehörden scheinen zu erwarten, dass Unternehmen (und besonders kleine und mittelständische Unternehmen) sofort an alle Themen denken und die ersten Schritte zu einer vollen Compliance bis 2020 treffen. Die ersten Strafen wurden bereits über ein paar Unternehmen verhängt (mit Geldbußen, die bei internationalem Zuwiderhandeln bis zu 4 % des Gesamtumsatzes betragen können). 

 

 

Über Bien’ici 

Bien’ici revolutioniert die Immobiliensuche. Basierend auf innovativer 3D-Kartierungs-Technologie und einer einzigartigen Erfahrung, erfüllt Bien’ici die Erwartungen und Bedürfnisse der heutigen Nutzer, die nach einer Wohnung suchen: Dafür wird nicht nur die Immobilie selbst berücksichtigt sondern auch die Umgebung, öffentliche Verkehrsmittel und Unternehmen sowie Schulen in der Nähe. Innovativ, geradlinig, transparent … Bien’ici ist Feuer und Flamme dafür den Nutzern eine einzigartige Erfahrung zu bieten, egal ob für einen Neubau oder einen bestehende Bau. Gestartet im Dezember 2015 hat Bien’ici die Allgemeinheit inzwischen von sich überzeugt und sich als einer der Marktführer im Bereich Technik für Immobilien positioniert.  

Autor

Editorial Manager Bernard ist verantwortlich für die Contentstrategie der Marke AT Internet. Er hat fast 10 Jahre Erfahrung bei Marketingtexten und als technischer Redakteur für die Softwareindustrie. Als Textspezialist arbeitet Bernard mit vielen verschiedenen Medien, unter anderem Blogs, White Papers, Interviews, Business Cases, Pressetexte, Infografiken, Videos, etc. Seine Spezialgebiete? Natürlich Marketing und Digitale Analyse!

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