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Auf einer E-Commerce-Site sollte Ihre gesamte Produktwelt für Ihre Kunden gestaltet werden. Die Vermarktung hat einen großen Einfluss darauf wie Nutzer durch Ihre Website navigieren und damit auf ihr Kaufverhalten. Die Taktiken zur Optimierung variieren von der Kategorisierung und der Wahl der Filter bis zur Art wie Preise angezeigt werden und dem Design Ihrer Seiten. Wenn Sie Ihren Online-Shop ultra-organisiert einrichten, ziehen Sie mehr Kunden an, generieren mehr Conversions und bekommen einen höheren durchschnittlichen Warenkorb-Wert. Hier schauen wir uns 4 Verhaltensweisen von Besuchern genauer an, die anzeigen können, ob Ihr Produktkatalog optimal funktioniert. 

 

Mit Ihrer internen Suchmaschine nach Produkten suchen  

27 % der Besucher auf einer E-Commerce-Site beginnen ihren Visit mit einer Suche auf dem internen Suchangebot. 50 % nutzen die interne Site-Suche zumindest einmal während Ihres Einkaufs. Allgemein gesprochen ist ein Besucher, der Ihre interne Suche verwendet, schon über die erste Phase des Herumschauens hinaus – er oder sie sucht nach einem bestimmten Produkt oder Service. Die Wahrscheinlichkeit, dass er oder sie etwas kauft ist deshalb ziemlich hoch. 

Besucher, die die interne Suchfunktion auf einer Site nutzen, führen 3mal häufiger zu einer Conversion als der Durchschnitt. 

Quelle: Marketing Sherpa  

Verschiedene Daten können Ihnen dabei helfen zu beurteilen, was Ihre interne Suche leistet.  

  • Nutzungsgrad: der Prozentsatz an Besuchern, die die Suchfunktion verwendet haben
  • Eingegebene Keywords: Die Suchbegriffe oder Ausdrücke, die von Ihren Besuchern eingetippt wurden
  • Exits nach der Suche: Der Prozentsatz der Besucher, die Ihre Site unmittelbar nach ihrer Suche verlassen haben
  • Suche ohne Ergebnis: die Suchbegriffe, die eingegeben wurden und kein Ergebnis brachten

Bei diesem letzten Schritt ist es immer hilfreich zu wissen, nach welchen Keywords gesucht wurde um sicherzustellen, dass fehlende Ergebnisse nicht auf Tippfehler zurückzuführen sind. Damit lässt sich auch sicherstellen, dass Ihre Produktangebote dem entsprechen, was Ihre Besucher erwarten und wonach sie suchen. Wenn Sie Mobiltelefone verkaufen aber nicht das dazu passende Zubehör, kann das einen Großteil Ihrer Besucher frustrieren. Die Analyse Ihrer internen Suche kann Ihnen dabei helfen sicherzustellen, dass Sie wissen, wonach Ihre Kunden wirklich suchen.  

 

Empfohlene Produkte anklicken

E-Commerce-Sites wurden in den zurückliegenden Jahren immer mehr verfeinert und zeigen jetzt häufig Produktempfehlungen direkt in der internen Suche, in den Produktlisten oder auf Produktseiten. Hier ein Beispiel von Produktvorschlägen, die im Suchtool auf www.bestbuy.com auftauchen:  

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Durch die Messung der Impressionen Ihrer vorgeschlagenen Produkte und die Zahl der Klicks können Sie schnell eine Klickrate bestimmen. Mit dieser Metrik können Sie nachverfolgen, wie attraktiv Ihre Produkte für Besucher im Laufe der Zeit sind und verstehen wie effektiv Ihre Vermarktung ist. Sie können auch analysieren, wie diese Produktvorschläge zu den Produkten, die zum Warenkorb hinzugefügt werden und zu den Conversions beitragen, indem man die Aktionen der Besucher, die diese Produktvorschläge gesehen haben, mit denen vergleich, die sie nicht gesehen haben. Wenn ein Visitor einen Produktvorschlag sieht, ist es dann wahrscheinlicher, dass er / sie das Produkt in seinen / ihren Warenkorb legt und kauft? Sobald Sie eine Antwort auf diese Frage haben, können Sie die Auswahl Ihrer Produktvorschläge anpassen um die Performance Ihres Produktkatalogs zu steigern. 

 

Auf Flash-Sales und Rabatt-Aktionen reagieren  

Eine Umfrage aus dem Vereinigten Königreich zeigt, dass bis zur Hälfte der Verbraucher nur dann etwas online kauft, wenn das Produkt heruntergesetzt oder Teil eines speziellen Angebots ist. Sie bieten bestimmt Rabatte an um Ihren Umsatz zu steigern. Aber bei welchen Produkten lohnt sich das am meisten? Durch den Vergleich des Durchschnittspreises mit den gesamten Verkaufszahlen können Sie bestimmen ob ein geringerer Preis ausreichend durch zusätzliche Verkäufe ausgeglichen werden kann oder ob durch einen geringeren Preis ihre Gewinnspanne sinkt. Wenn Sie sich in Ihrer Analytics-Lösung ein Liniendiagramm mit mehreren Metriken anschauen, das „Preis / Verkäufe“ vergleicht, bemerken Sie vielleicht, dass bestimmte Produkte eine ziemliche Elastizität besitzen, also dass ein geringerer Preis die Zahl der Verkäufe drastisch steigern kann (mehr als bei anderen Produkten). Diese Analyse gibt Ihnen sofort Insights für die Kategorien in Ihrem Katalog, für die es spezielle Aktionen gibt (Coupons, Rabatt-Codes, Flash-Sales, Sonderangebote, Schlussverkäufe, Ausverkauf, usw.). 

 

Mit Chatbots interagieren  

Chatmodule auf E-Commerce-Sites sind ein wichtiger Trend. Schätzungen zufolge werden sich Chatbots bis 2020 um 85 % des gesamten Kunden-Service kümmern (und der durchschnittliche Internetnutzer wird sich öfter mit einem Bot unterhalten als mit seinem Partner …).  

Die ersten virtuellen Assistenten ließen noch einiges zu wünschen übrig. Aber heute sind sie ein integraler Bestandteil von Sites und werden abhängig vom Navigationsverhalten gestartet. Wenn ein Besucher eine bestimmte Zahl von Seiten in der gleichen Kategorie anschaut oder wenn er für eine bestimmte Zeit steckenbleibt ohne etwas zu tun, wird der Chatbot aktiviert und ein Chat-Assistent führt den Besucher zum nächsten Schritt. Richtig verwendet, können Chatbots viele Vorteile bieten: weniger Kosten, Personalisierung der Kundenbeziehung und ein besseres Markenimage.   

Um zu verstehen, wie Ihr Chatbot zu den Conversions beiträgt, können Sie wie im folgenden Beispiel 3 Segmente Ihrer Besucher erstellen:   

1) Besucher, die keine Interaktion mit dem Live-Chat hatten  

2) Besucher, die für weniger als 5 Minuten interagiert haben  

3) Besucher, die für mehr als 5 Minuten interagiert haben 

 

Populationen  Visits  Conversions  Conversion Rate 
Keine Livechat-Nutzung  136.210     3.909     2,87 % 
Konversation von weniger als 5 min.  23.449     694     2,96 % 
Konversation von mehr als 5 min.  47.893     1.509     3,15 % 

 

Durch einen sorgfältigen Vergleich der Verhaltensweisen in jedem Segment können Sie bestimmen, welchen Einfluss Ihre Chatbot-Module auf die Verkäufe haben. Kombiniert mit anderen Informationen über die Kunden und sorgfältiger Analyse (Produktempfehlungen, Informationen über den Lagerbestand, benutzerdefinierte oder personalisierte Anzeigen), sind die Daten von Ihrem Chatbot ein wirkungsvoller Hebel für die Verbesserung der Kundenzufriedenheit.   

Und mit Ihrem E-Commerce-CMS (zum Beispiel PrestaShop) gibt es schnelle und einfache Wege um Daten zu sammeln und Insights zu gewinnen. Bestimmte Plugins können alle Funktionen Ihrer Digital Analytics Lösung auf all Ihren Seiten mit wenigen Klicks nutzen.    

Mit AT Internet, gibt es ein Plugin für die letzten beiden Versionen von PrestaShop (1.6 und 1.7). Mit diesem Plugin müssen Sie keine zusätzlichen Skripte auf Ihren Seiten einbauen oder Ihre Agentur dafür bezahlen. Alles ist automatisch. (Bald gibt es auch noch weitere Extensions für E-Commerce CMS.) 

Wollen Sie Best Practices, Empfehlungen und Ratschläge von E-Commerce-Experten bekommen? Werfen Sie einen Blick auf unsere Artikel zum Thema E-Commerce und laden Sie unseren kostenlosen Leitfaden herunter: 

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Autor

Editorial Manager Bernard ist verantwortlich für die Contentstrategie der Marke AT Internet. Er hat fast 10 Jahre Erfahrung bei Marketingtexten und als technischer Redakteur für die Softwareindustrie. Als Textspezialist arbeitet Bernard mit vielen verschiedenen Medien, unter anderem Blogs, White Papers, Interviews, Business Cases, Pressetexte, Infografiken, Videos, etc. Seine Spezialgebiete? Natürlich Marketing und Digitale Analyse!

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