Explorer use cases article

Durchschnittswerte sind der liebste Feind des Analysten … Sie lassen sich einfach und schnell berechnen um damit Trends herauszufinden. Durchschnittswerte können manchmal nützlich sein aber auch trügerisch, da sie oft Informationen verschleiern. Die Aufgabe des Analysten ist es die verborgenen Informationen ans Licht zu bringen – immer einen Schritt weiter zu gehen, mehr zu tun als alle anderen, nicht aufzuhören herumzustochern um die Insights zu finden, die zu Entscheidungen und Handlungen führen … Der Teufel steckt im Detail. Die Antworten auf Ihre Analytics-Fragen auch.

 

Verwenden Sie die Analytics Suite, haben aber Explorer noch nicht ausprobiert? Wollen Sie mehr über dieses neue Tool für die Auswertung der Daten und seine Funktionen erfahren? Hier geben wir Ihnen 2 typische Anwendungsbeispiele, die zeigen, wie Explorer verwendet werden kann um mehr aus Ihren Datenanalysen zu machen.

 

Fall Nr. 1: Einen Traffic-Rückgang analysieren

Sie sind kaum mit Ihrem Morgenkaffee fertig, als Sie bei einem Blick in Ihr Reporting einen schmerzlichen Traffic-Rückgang bemerken. Der Wert ist abgetaucht und Sie brauchen eine Erklärung dafür. Wenn Sie verstehen wollen, was passiert ist – um etwas dagegen zu unternehmen – müssen Sie erst Nachforschungen anstellen. Denn das ist schließlich Ihr Job! (Und man sagt ja auch, dass Analysten sich in 50 % ihrer Zeit um Analysen kümmern sollen. Jetzt haben Sie Gelegenheit dazu!)

 

Was sollten Sie tun?

Erst einmal, was Sie nicht tun sollten: Es einfach dabei belassen ohne eine Erklärung dafür zu haben … Stellen Sie stattdessen zunächst fest, ob Ihr kompletter Traffic betroffen ist: Ist der Traffic-Rückgang nur auf einer Ihrer Sites oder auf mehreren? Trat er in einem bestimmten Abschnitt der Site auf oder auf einer bestimmten Seite? Ein Problem auf einer Seite mit viel Traffic (zum Beispiel Ihre Homepage), kann sich auf Ihren Gesamt-Traffic auswirken. Deshalb ist es so wichtig, sich nicht nur die Durchschnittswerte anzusehen, sondern tiefer zu graben. Eine weitere nützliche Standard-Vorgehensweise: stellen Sie fest, welche Kanäle betroffen sind, indem Sie Ihre Traffic-Quellen überprüfen. Der Rückgang kann von einem Minus beim organischen Traffic verursacht worden sein, von Einbußen beim Marketing-Kampagnen-Traffic oder von anderen Faktoren.

Ein schmerzhafter Traffic-Rückgang? Ein paar Ideen für die Ursache …

  • Saisonale Effekte können dafür sorgen, dass der Traffic auf Ihrer Website abflaut. Bestimmte Zeiträume im Jahr eignen sich vielleicht weniger für Ihre Geschäftstätigkeit. Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit denen aus dem vorangegangenen Zeitraum und mit den Ergebnissen aus dem gleichen Zeitraum im Vorjahr.
  • Ein Problem mit Ihrem Tagging: Eine oder mehrere Seiten wurden während der Implementierung übersehen. Wenn das zutrifft, sollten Sie Ihre komplette Website crawlen – Tag Crawler ist dafür ideal.
  • Ein technisches Problem: Überprüfen Sie, was sich auf dem Server tut: Irgendwelche Fehler, Ausfälle oder falsche Updates? In diesen Fällen kann es zu bestimmten 404- und 500-Fehlern kommen. Denken Sie auch daran, dass Sie gehackt worden sein könnten.
  • Ein SEO-Problem? Eine Aktualisierung des Such-Algorithmus von Google kann zu einem schlechteren Suchmaschinen-Ranking führen. Verwenden Sie Tools wie OnCrawl, um Ihr Ranking zu optimieren und vergleichen Sie dann Ihre Performance mit der Ihrer Mitbewerber (zum Beispiel mit Tools wie SimilarWeb).

Warum Explorer verwenden?

In so einer Situation hat Explorer einen großen Vorteil: Den Detailreichtum bei der Untersuchung und wie einfach sich damit super-genaue Daten anzeigen lassen.  Mit nur 1 Report und wenigen Klicks haben Sie alle Informationen, die Sie brauchen, um einen Befund zu erklären.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten für die Darstellung in Explorer bei der Granularität (Gesamtansicht, Sites und Level-2-Sites) ermöglichen es schnell ins Detail zu gehen. Sie können ganz einfach verschiedene Untersuchungszeiträume (Monat, Quartal, Jahr, …) miteinander vergleichen.  Ein sehr nützlicher Tipp: Das Drilldown-Diagramm zeigt die wichtigsten Quellen, erfolgreichsten Seiten und auch die besten Kapitel für jedes Element in den Tabellen.

Explorer interface drill down
Displaying the drill-downs in Explorer

Best Practice

Um schnell reagieren zu können, falls Ihr Traffic abstürzt, können Sie einen Alert im Watcher-Tool einrichten. Es ist einfach, schnell und super-effizient.

 

Fall Nr. 2: Eine hohe Bounce-Rate verstehen

Sie haben gerade eine neue Kampagne für Bewerber gestartet, die alles enthält, was man sich wünschen kann: Display-Anzeigen, E-Mailing, PPC-Anzeigen und eine aktualisierte Version der Jobseite Ihres Unternehmens. Aber Sie stellen fest, dass die Absprungrate recht hoch ist (über 60 %). Hmmm … vielleicht hat der Besucher einfach das Jobangebot gefunden, nachdem sie oder er gesucht hat und ist danach gleich wieder gegangen (die optimistische Erklärung). Eine andere Erklärung ist, dass die Besucher kein großes Interesse an Ihnen Inhalten haben. Normalerweise schauen sich Bewerber ein paar Seiten eines Unternehmens an, um sich vorzubereiten. Mal sehen, wie wir das verbessern können.

 

Was sollten Sie tun?

Zunächst einmal müssen Sie die Bounce-Rate der einzelnen Seiten und die Bounce-Rate der Website an sich auseinanderhalten, da es bedeutende Unterschiede geben kann. Bei einer Site mit vielen Inhalten kann die Bounce Rate auf der Homepage bei 20 %, bei den einzelnen Inhalten aber bei 70 % liegen. Man sollte die Bounce Rate nicht mit der Exit Rate verwechseln. Sie beinhaltet Visits mit mehreren Seiten (anders als die Bounce Rate, die nur aus Visits errechnet wird, die nur eine einzige Seite besucht haben).

 

Zurück zu unserem Beispiel. Um die Bounce Rate Ihrer HR-Kampagne zu verstehen, müssen Sie Ihre Analyse segmentieren.  Die Idee dahinter ist, erst die Performance der organischen Traffic-Quellen zu analysieren und dann die der Quellen Ihrer Marketing-Kampagne. Das zeigt Ihnen, worauf Sie sich konzentrieren sollten.

 

Unsere erste Beobachtung: Die Bounce Rate für organische Quellen ist mehr oder weniger gleich der allgemeinen Kampagnen-Bounce-Rate (über 60 %), aber viel niedriger als für Marketing-Kampagnen-Quellen (um 35 %).

Explorer interface segment
Applying a segment using Explorer

Gut, aber eine niedrige Bounce Rate (die ein gutes Zeichen ist), bedeutet nicht unbedingt, dass die Conversions hoch sind. Es ist Zeit sich anzuschauen, wie viele Conversions Ihre verschiedenen Traffic-Quellen bringen. Analysieren Sie eine Ihrer wichtigen Conversion-Seiten (zum Beispiel die, auf der ein Lebenslauf eingereicht werden soll) und führen Sie dann eine Segmentierung aus, erst auf organische Traffic-Quellen, dann auf die Marketing-Kampagnen-Quellen. Vergleichen Sie den Traffic-Anteil dieser Quellen mit dem Gesamtvolumen des gesamten Traffic. Wenn Sie feststellen, dass die Marketing-Kampagnen-Quellen mehr Conversions bringen als die organischen Quellen (oder anders herum), sollten Sie darüber nachdenken mehr in den erfolgreicheren Kanal zu investieren.

 

Aber damit sind Sie noch nicht fertig. Verfeinern Sie Ihre Analyse noch weiter. Senden Sie Ihren Datensatz an Ihr Data-Mining-Tool (Data Query, wenn Sie mit der AT Internet Analytics Suite arbeiten). Fügen Sie weitere verknüpfte Berechnungen, benutzerdefinierte Metriken oder Dimensionen ein. Konzentrieren Sie sich zum Beispiel auf Ihre E-Mail-Kampagnen und versuchen Sie herauszufinden, woher Ihre Besuchern kommen, welche Geräte sie benutzt haben, usw. Mit anderen Worten: machen Sie mehr daraus!

Eine hohe Absprungrate? Ein paar mögliche Interpretationen …

  • Themenfremde Inhalte: Die Inhalte auf der Seite sind uninteressant für das, was die Besucher wissen wollen.
  • Zweifelhafter Geschmack: Look und Feel der Site erscheinen altmodisch oder nicht sehr vertrauenerweckend.
  • Ein klassisches Problem mit der Nutzerführung: Es macht keinen Spaß sich auf Ihrer Seite aufzuhalten (zu viele Pop-Ups oder übermäßige Ladezeit).
  • Schlechtes User Interface: Das Layout der Seite bringt den Nutzer nicht dazu, dass er auf einen Call-to-action-Button oder ein anderes Navigationselement klickt.

Vielleicht finden Sie diesen Artikel über die Bounce Rate hilfreich!

Warum den Explorer verwenden?

Der Vorteil von Explorer ist ganz klar die Flexibilität, die er beim Umgang mit den Daten bietet. Sie können direkt ein oder mehrere Elemente zur Analyse hinzufügen. Mit einem Klick können Sie Segmente aktivieren, deaktivieren, löschen oder hinzufügen.

 

Neben der Analyse-Genauigkeit ist die reibungsfreie Navigation von Explorer bei Ihren Untersuchungen ein weiterer großer Vorteil. Sparen Sie Zeit indem Sie Datensätze direkt an  Data Query  (Data-Mining-Tool) senden, ohne zuvor den Analyseumfang oder die kontextbezogenen Einstellungen neu einstellen zu müssen. Diese Funktion vereinfacht es ohne große Probleme tiefer in Ihre Analysen einzutauchen.

Explorer interface links
Easy access to Data Query and Dashboards

Best Practice : Ist Ihre segmentierte Analyse der Conversions relevant und nützlich? Ist es hilfreich regelmäßig einen Blick auf diesen Performance-Indikator zu werfen? Exportieren Sie ihn direkt in ein Dashboard, das sie dann über E-Mail oder direkter Einladung mit Ihren Kollegen teilen können!

 

Mit Explorer wird deutlich, dass es uns ein Analytics Tool vor allem ermöglichen sollte mehr zu tun als uns ein paar Zahlen anzusehen. Ohne Reporting geht es nicht, aber der eigentliche Mehrwert eines Analysten kommt von dem, was er herausfindet, den schwachen Signalen, die er aufspürt und den Fakten, die er liefert, um eine Situation wirklich zu verstehen. Für Empfehlungen muss man zuerst die Daten untersuchen und die Daten aktivieren. Um das zu erreichen, müssen Sie wissen, wie Sie Ihr Analytics-Tool richtig (und mit all seinen Möglichkeiten) nutzen.

 

Wollen Sie mehr über den Explorer erfahren? Sehen Sie sich diese Aufzeichnung unseres Webinars über die  Analytics Suite 2 an oder fordern Sie eine Demo an!


Bildnachweis:  Paul Skorupskas auf Unsplash

AT Internet Analytics Suite 2
Autor

Editorial Manager Bernard ist verantwortlich für die Contentstrategie der Marke AT Internet. Er hat fast 10 Jahre Erfahrung bei Marketingtexten und als technischer Redakteur für die Softwareindustrie. Als Textspezialist arbeitet Bernard mit vielen verschiedenen Medien, unter anderem Blogs, White Papers, Interviews, Business Cases, Pressetexte, Infografiken, Videos, etc. Seine Spezialgebiete? Natürlich Marketing und Digitale Analyse!

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