Explorer digital analytics tool development

„Zusammenarbeit für Innovation“ ist ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur von AT Internet. Wir nehmen den Menschen als Maßstab. Das bedeutet, dass wir intensiv (sowohl unsere Teams intern als auch extern mit Kunden) zusammenarbeiten, um Produkte zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst werden. In dieser Artikel-Serie bekommen Sie einen Einblick wie wir die Zusammenarbeit für die Produktentwicklung nutzen. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen des Explorer, unseres Tools, das auf die Auswertung der Daten zugeschnitten ist.

2016 haben wir ein wichtiges Projekt angepackt: den kompletten Umbau unseres Auswertungstools Analyzer NX. Anstatt das bestehende Tool zu aktualisieren, haben wir uns dazu entschieden von Grund auf etwas Neues zu erschaffen. Da das Projekt für unsere Strategie so wichtig ist, war es unverzichtbar, dass alle Mitarbeiter von AT Internet von den ersten Entwürfen an mit einbezogen wurden.

Deshalb sind wir so vorgegangen, dass wir Teile des neuen Produkts vorstellen und es anhand der Rückmeldungen dazu anpassen konnten.

Schritt 1: Wireframing

Wireframes sind Entwürfe, die es Kunden ermöglichen sich die Anwendung des Tools vorzustellen. Es handelt sich mehr oder weniger um einfache Platzhalter für das Interface. Damit bekommen Nutzer ein Gefühl dafür, wie die Arbeit mit dem Produkt aussehen wird. So können wir unsere grundlegenden Annahmen überprüfen.

Noch bevor wir die erste Code-Zeile schreiben, haben wir Wireframes verwendet um die Funktionalität und Ergonomie zu testen und zu bewerten, die wir nutzen, um die drei großen Versprechen des Explorer und der Analytics Suite 2 zu erfüllen:

  • Die Kommunikation zwischen unseren verschiedenen Tools verbessern
  • Die Zahl der Tools reduzieren
  • Den Nutzern von der Anmeldung an mehr bieten (indem wir ohne Verzögerung Daten zeigen)

 

Zum Beispiel haben wir an folgenden zwei Wireframes gearbeitet.

Die erste Hypothese, die wir überprüfen wollten:
Die Lösung, die wir uns vorstellen, wird die Kommunikation zwischen unseren einzelnen Tools verbessern.

Unsere Lösung:

In jeder Analyse haben wir Links hinzugefügt, die es Nutzern ermöglichen, die jeweilige Analyse an ein Dashboard zu schicken oder die Auswertung in Data Query fortzusetzen. Explorer muss sich wie ein Assistent zum Erstellen von Dokumenten verhalten, oder wie ein Tor zu weiteren Untersuchungen.

Wireframe:

AT Internet Explorer wireframe 1
EXPLORER: EINE ANALYSE AN EINE ANDERE ANWENDUNG SCHICKEN
Zweite Hypothese, die wir überprüfen wollen:
Die Lösung, die wir uns vorstellen, verringert die Zahl der Tools und vereinfacht den Zugriff zu ihnen

Manche Nutzer sind von der Vielfalt an Tools, die wir anbieten, verwirrt.

Je nachdem, was sie mit ihrer Analyse erreichen wollen, kann es sein, dass sie während einer Sitzung eine ganze Reihe von Tools verwenden.  Ohne Verbindungen zwischen den Tools kann die User Experience ein wenig unübersichtlich werden. Nutzer sind gezwungen immer wieder zur Homepage der Lösung zurückzukehren. Das kann ihnen das Gefühl geben, dass sie unnötig komplizierte Wege gehen müssen.

 

Unsere Lösungen:

Um den Übergang zwischen einzelnen Tools zu vereinfachen, haben wir ein Menü geplant, das es Nutzern ermöglicht zwischen den Tools hin- und herzuwechseln ohne die aktuelle Seite zu verlassen.

Mit einer Ansicht, mit der die Zahl der Tools verringert wird, haben wir eine Lösung im Sinn, die es ermöglicht, unsere Tools miteinander zu verbinden und die Anwendung besser auf den täglichen Bedarf anzupassen. Deshalb haben wir vorgeschlagen alle Dokumente, die von unseren Nutzern erstellt wurden, in einem „Dokumente“-Katalog zusammenzufassen.

Der Plan war von vier Tools (Dashboards, Dashboard Manager, Reports, Report Manager) auf ein einziges Tool zu kommen. Damit könnten Nutzer zudem schneller und von überall in ihrem Interface auf ihre Dokumente zugreifen.

Wireframes:

AT Internet Explorer wireframe 2
"DOKUMENTE"-ZONE MIT ANALYTICS SUITE 2: ERSTER ENTWURF DER WIREFRAMES
AT Internet's Explorer wireframe 3
"DOKUMENTE"-ZONE MIT ANALYTICS SUITE 2: DAS BEREINIGTE WIREFRAME-MODELL

Umsetzung

Für jede Hypothese, die überprüft werden sollte, haben wir ein Wireframe-Modell erstellt. Wir haben unseren Kollegen alle Wireframes vorgestellt. Sie haben uns ihre Meinung dazu gesagt, Anregungen und Verbesserungsvorschläge gegeben. Nach diesen Treffen und nachdem das gemeinsame Feedback eingearbeitet wurde, konnten wir die vorgeschlagenen Lösungen danach bewerten, ob wir damit die oben genannten Versprechen einhalten könnten.

 

 

Schritt 2: Prototyping

Sobald das Konzept abgesegnet war, erweckten wir die Platzhalter zum Leben, indem wir sie ansprechend gestalteten und interaktiv machten.

 

Wir haben mehrere Platzhalter erstellt um für jedes unser Tools die visuelle und ergonomische Herangehensweise der Analytics Suite 2 zu testen. Das war der beste Weg um die Wirkung zu verstehen und zu sehen ob die Gestaltung auf allen neuen Interfaces konsistent war.

 

Wir wollten ein moderneres Design. Dabei musste aber der wichtigste Teil unserer Produkte immer im Vordergrund stehen: die Daten, die gemessen werden.

AT Internet Explorer - prototype of interface
EXPLORER-PROTOTYP

Nach mehreren Durchgängen war der Prototyp fertig und jeder im Unternehmen konnte ihn während Workshops testen.

AT Internet Explorer internal workshop
DEN EXPLORER WÄHREND EINES WORKSHOPS KENNENLERNEN

Das Einzige, was wir nun noch tun mussten war ganz allgemein die Benutzerfreundlichkeit zu bewerten. Zu diesem Zweck haben wir intern eine Umfrage mit  Attrakdiff verschickt, in der der positive Eindruck und die Nützlichkeit des Produkts bestätigt wurden.

AT Internet Explorer prototype - Attrakdiff survey results
ERGEBNISSE DER INTERNEN ATTRAKDIFF-UMFRAGE

Schritt 3: Prototypen-Erprobung

Es blieb nur noch ein – unverzichtbarer – Schritt, bevor wir die Entwicklung starten konnten: Unseren Kunden diesen Prototypen und die Produktvision vorstellen. Es war undenkbar für uns, dass wir etwas entwickeln, wenn das Produkt nicht auf die Erwartungen unserer Kunden eingeht.

Während unseres Digital Analytics Forum 2016 konnten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, den Prototypen erstmals zu testen. Etwa 10 unserer Kunden haben den Prototyp ausprobiert und ihre Eindrücke mit uns geteilt. Sie konnten sich gut vorstellen ein Tool wie dieses jeden Tag zu verwenden, wenn es zur Verfügung steht.

Wir haben den Prototypen verfeinert und das Feedback unserer Kunden, die uns als Mitentwickler zur Seite standen, genutzt um Funktionen hinzufügen oder zu entfernen. (Im zweiten Teil dieser Serie erfahren Sie mehr über unsere Co-Design-Initiative). Dank unserer Kunden waren wir in der Lage das Interface schlanker zu gestalten, das Design zu modernisieren und die Usability auf den Bedarf auszurichten.

AT Internet Analytics Suite 2

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