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Adblocker werden immer häufiger verwendet: 615 Millionen Menschen auf der ganzen Welt nutzen Adblocker. Damit ist die Verwendung 2017 um 30% gestiegen. Diese massive Nutzung hat Auswirkungen auf alle Profis in der digitalen Welt: zwischen 8 % und 25 % der Traffic-Daten können je nach verwendetem Webanalyse-Tool und der Art der Website, die gemessen wird, verloren gehen, da Adblocker nicht nur die Anzeige von Anzeigen, sondern auch die des Web-Analytics-Tracking verhindern können. Denken Sie daran, dass die gesammelten Daten auf völlig unterschiedliche Art und Weise verwendet werden können (abhängig davon, ob für Werbung oder Web-Analytics-Messungen.) In der Werbung werden Daten für den Verkauf verwendet, während sie in der Webanalyse dabei helfen die User Experience zu verbessern. 

Deshalb ist es unverzichtbar zu verstehen, welche Auswirkungen Adblocker auf Webanalyse-Tools haben. Wir möchten ein paar gängige Meinungen ansprechen.  

 

Adblocker hindern Analytics-Tools grundsätzlich daran Informationen zu sammeln: FALSCH  

Ohne spezifische Einstellungen verhindert ein Adblocker basierend auf zwei Kriterien, dass Werbung angezeigt wird:  

  • URL-Domains: Dank spezieller Datenbanken wissen Adblocker, welche Domains Teil eines Anzeigen-Netzwerks sind. Sie können Aufrufe, die von diesen Domains kommen, direkt blockieren.  
  • Tag-Namen, die in Ihrem Code enthalten sind: Adblocker lesen jeden Ihrer Tags. Alle Tags, die als Anzeigen eingeordnet sind, werden blockiert. 

Webanalyse-Tools sind von den oben genannten Punkten nicht betroffen. Allerdings können Nutzer die Einstellungen Ihres Adblockers ändern um festzulegen, ob sie auch Web-Analytics-Tools blockieren wollen. Das machen allerdings nur sehr wenige Menschen.  

 

Man kann sich nicht sicher sein, ob Ihre Nutzer einen Adblocker verwenden: FALSCH  

Sie können ein JavaScript-Skript erstellen, das die Zahl der Nutzer identifiziert, die einen Adblocker verwenden, wenn sie auf Ihre Site kommen. Wir empfehlen sogar das zu messen, da Sie dann Ihre Nutzer direkt in einer Kampagne bitten können Ihre Site nicht mehr zu blockieren. Dann werden Sie in der Lage sein zu messen, wie effizient diese Kampagnen sind. Sie wissen dann auch welche Herangehensweise Sie bei Nutzern von Adblockern auf Ihrer Seite wählen müssen. Zum Beispiel sie darum bitten den Adblocker zu entfernen oder ihnen so lange bestimmte Inhalte vorzuenthalten, bis sie einwilligen.  

 

Ein Adblocker muss fest installiert sein, um das Webanalytics-Tracking zu unterbinden. FALSCH 

In den aktuellen Versionen bestimmter Browser (z.B. Firefox) sind standardmäßig Blocker für Analytics Tools enthalten. Wenn ein Nutzer den Modus „Private Browsing“ verwendet, wird diese Einstellung automatisch aktiviert. Nur im normalen Browsing-Modus muss der Nutzer diese Einstellung selbst vornehmen.  

 

Ein Adblocker kann Störungen bei den Funktionen Ihrer Site verursachen: RICHTIG 

Adblocker funktionieren auf mehrfache Weise: indem sie Informationen unter Verwendung des Domain-Namens blockieren, aber auch mithilfe von Keywords, die im Code enthalten sind (z.B. „ad“).
Im zweiten Fall kann sich das negativ auf die Funktion Ihrer Site generell auswirken! (Werfen Sie einen Blick auf dieses Forum, in dem über diese Unannehmlichkeit diskutiert wird.) Natürlich müssen Sie sich darum bemühen Ihren zu messenden Inhalten Namen zu geben, die nicht auf der Liste eines Adblockers stehen, wenn Sie ein Analytics-Tool implementieren. Seien Sie wachsam, wenn Sie Ihre Website aktualisieren oder neu erstellen! Man kann nicht oft genug wiederholen, wie wichtig es ist Ihre Site zu testen. Mit und ohne Adblocker und zwar jedes mal, wenn Sie Änderungen veröffentlichen.  Schützen Sie sich vor unwillkommenen Überraschungen.
 

Mobile Apps sind von Ad-Blockern betroffen: RICHTIG und FALSCH  

Das Adblocking-System auf mobilen Apps ist relativ komplex. Einmal installiert, verhindert der Adblocker die Kommunikation mit Domains, die in Verbindung mit Werbeanzeigen gebracht werden. Aber anders als bei Websites wird die Mehrheit der mobilen Adblocker grundsätzlich alle Webanalyse-Tools blockieren. Das bedeutet aber nicht, dass Ihr Web-Analytics-Tool auf Ihren mobilen Apps geblockt wird. Um zu verstehen, was passiert, schauen wir uns die technische Seite des Adblocking bei der Entwicklung von mobilen Apps an:   

  • Native: Bei Apps, die nativ entwickelt wurden, werden Mess-Tools und Anzeigen nicht blockiert. 
  • Webview: In Webview gibt es mehrere Möglichkeiten, je nachdem ob man SafariViewController (in diesem Fall wird die Messung blockiert), oder UIWebView und MKWebView (sind nicht betroffen) verwendet.  

 

Es ist möglich Adblocker zu umgehen: RICHTIG, ABER … 

Aus technischer Sicht gibt es Methoden gegen Adblocker, mit denen man ihre Wirkung umgehen kann. Bei AT Internet empfehlen wir ein System, das es Ihnen ermöglicht Daten auf Ihrem eigenen Domain-Namen zu sammeln. Wenn Sie www.mydomain.com statt der Domain Ihres Web-Analytics-Anbieters verwenden (in unserem Fall www.xiti.com), lassen viele Adblocker Calls passieren und stufen sie als legitim ein (nicht von Tools für Anzeigen oder von Drittanbietern).     

 

Sehen Sie sich dieses Webinar an um mehr Informationen über diese Funktion von AT Internet zu bekommen! 

Author

Produktmanager. Nach 3 Jahren als Digital Analytics Consultant bei AT Internet kam Florian zum Produktmarketing. Seine Lieblingsthemen sind neue Technologien wie das Internet der Dinge, Web-Technologie und natürlich Digital Analytics. Dazu beschäftigt er sich autodidaktisch mit der Entwicklung von Webanwendungen, Computergrafik und Hardware.

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