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Wenn ein Besucher auf Ihre Produktseite kommt, ist das das erste Zeichen dafür, dass er sich für Ihre Angebote interessiert. Ob ein Besucher seine Purchase Journey abschließt, hängt direkt mit der Qualität Ihrer Produktseite zusammen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Produktseite den potentiellen Kunden sowohl ansprechen als auch informieren und überzeugen. Wenn man sie mit der echten Welt vergleicht, ist die Produktseite wie ein Verkäufer, der einen Besucher davon überzeugt ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Um Ihre Chancen auf einen Verkauf zu steigern und maximale Kundenbindung zu sichern, sollten Sie bestimmte Grundelemente der Produktseite analysieren, zu denen unter anderem folgende gehören: 

 

Produktbeschreibung 

Die Beschreibung legt dem potentiellen Käufer die wichtigen Informationen vor (Produktname, allgemeine Beschreibung, technische Daten, Anleitung, Nutzungsempfehlung, usw.). Es gibt viele Best Practices wenn es darum geht Texte zu schreiben, Titel zu erstellen, Besonderheiten zu beschreiben und die Informationen richtig zu ordnen. Das Wichtigste ist genügend Informationen zu bieten um alles zu erklären, aber sich dabei nicht zu wiederholen. 

Wenn die Produktseite mehrere Abschnitte enthält, sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle Elemente messen, egal ob die Inhalte alle auf der gleichen Seite oder in verschiedenen Tabs angezeigt werden: Klicks, Navigations-Sequenzen und Scroll-Tiefe. 

Denken Sie daran, auch die SEO-Performance Ihrer Produktseiten zu analysieren. Wenn Ihr Content von den Suchmaschinen gut indiziert wird, haben es Ihre Besucher leichter sie zu finden. Das Ergebnis: Sie erzeugen mehr Traffic und steigern die Zahl der potenziellen Verkäufe. Diese Art der Optimierung kann erreicht werden indem Sie an der Baumstruktur Ihrer Site, den HTML-Tags, den internen Verlinkungen und dem Ranking im Mobile-First-Index von Google arbeiten.   

„Erstellen Sie klare Produktseiten mit 360°-Bildern und verwenden Sie am besten Videos um Ihr Produkt oder Ihren Service richtig darzustellen.“   

Evelyne RouquetWebmarketing & E-Commerce-Expertin 

Usability 

Hat Ihr Produkt eine sehr kleine Conversion-Rate obwohl Sie es ausführlich beschrieben haben? Der Grund dafür könnten Probleme bei der Usability sein. Haben Sie alle Preisinformationen, den „zum Warenkorb hinzufügen“-Button, den Produktnamen und die Beschreibung hinzugefügt? Gibt es Infos für Rabatte und bestätigende Elemente oberhalb der Scroll-Linie? Stellen Sie sicher, dass diese Informationen immer für die potenziellen Kunden sichtbar sind. 

Bestimmte Analytics-Variablen können anzeigen, wie sehr sich Kunden für etwas interessieren – die auf der Seite verbrachte Zeit oder die vertikale Scrolltiefe. Diese Metriken können Ihnen helfen einen klaren Zusammenhang damit herzustellen, wie oft etwas zum Warenkorb hinzugefügt wurde.  

Session-Replay-Tools können Ihnen ebenfalls dabei helfen die Usability und Click-Zonen zu verstehen. Zum Beispiel HotJar, Decibel Insight, AB Tasty, TeaLeaf und GlassBox. Sie können Sie unterstützen Ihre Analysen zu vertiefen und Ihre Produktseiten zu optimieren. 

 

Produktbilder 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das gilt auch im E-Commerce. Denken Sie daran, dass das Sehen der einzige Sinn ist, der in Ihrem Online-Shop zum Tragen kommt, da Ihre Besucher die Produkte vor dem Kauf weder anfassen, riechen noch kosten können. Bilder sind das erste, das die Nutzer dazu anregt eine Bestellung aufzugeben. Es empfiehlt sich großformatige HD-Grafiken zu verwenden (aber achten Sie darauf, dass die Dateien nicht zu groß werden), Bilder nicht zuzuschneiden, mehrere verschiedene Zoom-Optionen anzubieten, 3D, Videos oder Animationen zu verwenden … 

2 von 3 Verbrauchern sagen, dass die Fotoqualität im Kaufprozess sehr wichtig ist.   

Quelle: www.madgadvertising.com 

Bei der Analyse sollten Sie folgendes nicht vergessen:  

  • Die Optimierung Ihrer Bilder für die Suchmaschinen-Indizierung. Bilder können Traffic auf Ihre Produktseiten bringen.  
  • Die Möglichkeit von A / B-Tests, die Ihnen dabei helfen können zu bestimmen, welches Bild am besten funktioniert. Legen Sie einen Testzeitraum fest, der lang genug ist um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen. 
  • Analysieren, wo Besucher auf Ihre Möglichkeiten zur Visualisierung der Bilder klicken (z.B.den Zoom) und wie sie Videoplayer nutzen (Start, Stopp, Zurück). 

Vergleichen Sie die Ergebnisse mit der Gesamtzahl der Besucher auf Ihren Produktseiten und der Zum-Warenkorb-Hinzufügen-Rate. Danach können Sie mit der Optimierung beginnen!  

 

Kundenbewertungen 

Bewertungen können Ihren potentiellen Käufer davon überzeugen, dass seine/ihre zukünftiger Käufe eine gute Wahl sein werden, auf die er/sie sich verlassen kann. Kundenrezensionen sind ein wichtiges Element zur Bestätigung, die einen Deal besiegeln … oder verhindern können. 74 % der Internet-Nutzer haben sich vor dem Kauf eines Produkts durch negative Kommentare umstimmen lassen. Das erklärt, warum es auf bestimmten E-Commerce-Sites gefälschte Bewertungen gibt: Es gibt Studien, die gezeigt haben, dass bis zu 1 von 3 Bewertungen gefälscht sind. Heutige Internet-Nutzer neigen dazu, vorsichtig zu sein … Wir empfehlen deshalb immer authentisch und ehrlich mit Ihren Kunden umzugehen. 

41 % der Menschen haben einen spontanen Einkauf gemacht, nachdem sie positive Kritiken gelesen haben.  

Quelle: Frankreichs DGGCRF (Generaldirektion für Wettbewerbspolitik, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung) 

Gehen Sie beim Umgang mit Kundenbewertungen verantwortungsvoll vor und gehen Sie immer auf Ihre Kunden ein. Nutzen Sie dieses Feedback um Ihre Produktangebote, den Katalog, Ihre Services und Produkte zu verbessern.  Das bringt Ihnen Pluspunkte bei der Kundenzufriedenheit ein!  

 

Cross- und Upselling 

Die Produktseite ist auch ein Ort, an dem unausgesprochen zwischen zwei Parteien verhandelt wird. Wenn ein Besucher sich die Produktseite eines Smart TV mit 55 Zoll anschaut, der 579 Euro kostet, können Sie auch ähnliche Produkte vorschlagen, die mehr kosten und Ihnen einen höheren Gewinn einbringen (Upselling). Das ist auch die richtige Zeit um über passende Zusatzangebote nachzudenken. Im Fall eines Smart TV interessieren sich Ihre Kunden wahrscheinlich auch für bestimmtes Zubehör: HDMI-Kabel, Wandhalterung, usw. (Cross-Selling). Alle zusammengehörigen Produkte, die auf der Produktseite hervorgehoben werden, sollten tiefgreifend analysiert werden. Schauen Sie sich an, welche passenden Produkte sich gut verkaufen. Messen Sie die Zahl der Anzeigen dieser Produkte, Click-Through auf Ihre Produktseiten und ihren Beitrag zu den Conversions. Diese Insights helfen Ihnen die passenden Produkte, die Sie anbieten, besser zu nutzen. 

 

Egal welches Element Sie nutzen, um Ihre Produktseiten kontinuierlich zu verbessern, müssen Sie Tests durchführen und von ihnen lernen. Digital Analytics und Testing gehören untrennbar zusammen. Tatsächlich ist Digital Analytics unverzichtbar um die Schwachstellen Ihrer Site und Verbesserungsmöglichkeiten vor Tests zu finden und präzise Beobachtungen anzustellen, wenn Sie Ihre Ergebnisse analysieren. Viel Spaß beim Optimieren! 

 

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Author

Editorial Manager Bernard ist verantwortlich für die Contentstrategie der Marke AT Internet. Er hat fast 10 Jahre Erfahrung bei Marketingtexten und als technischer Redakteur für die Softwareindustrie. Als Textspezialist arbeitet Bernard mit vielen verschiedenen Medien, unter anderem Blogs, White Papers, Interviews, Business Cases, Pressetexte, Infografiken, Videos, etc. Seine Spezialgebiete? Natürlich Marketing und Digitale Analyse!

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